{"id":105190,"date":"2025-03-14T09:47:54","date_gmt":"2025-03-14T08:47:54","guid":{"rendered":"https:\/\/newsakt.de\/analyse-des-dax-warum-der-markt-nicht-in-die-gewinnspur-zurueckfindet"},"modified":"2025-03-14T09:47:54","modified_gmt":"2025-03-14T08:47:54","slug":"analyse-des-dax-warum-der-markt-nicht-in-die-gewinnspur-zurueckfindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/newsakt.de\/analyse-des-dax-warum-der-markt-nicht-in-die-gewinnspur-zurueckfindet","title":{"rendered":"Analyse des DAX: Warum der Markt nicht in die Gewinnspur zur\u00fcckfindet"},"content":{"rendered":"<p>Analyse des DAX: Warum der Markt nicht in die Gewinnspur zur\u00fcckfindet<\/p>\n<p>Anleger bleiben vorsichtig<\/p>\n<p>Die Hoffnung auf eine echte Erholung am Aktienmarkt erf\u00fcllt sich im fr\u00fchen Handel nicht, der DAX f\u00e4llt weiter zur\u00fcck. Auf Wochensicht d\u00fcrfte die Bilanz damit sehr schwach ausfallen. Der DAX startet mit einem Minus von 0,3 Prozent auf rund 22.500 Punkten in den letzten Handelstag der Woche. Gestern war der DAX mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 22.567 Z\u00e4hlern aus dem Handel gegangen. Vom j\u00fcngsten Rekordhoch bei 23.475 Punkten hat sich der deutsche Leitindex angesichts der Unruhe an den M\u00e4rkten wegen der Zollpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump wieder entfernt. Derzeit deutet sich ein Wochenverlust von etwa zwei Prozent an, seit Jahresbeginn hat der DAX aber noch um mehr als zehn Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>Trump 2.0 macht Sorgen<\/p>\n<p>Die st\u00e4ndig wechselnden Zollansagen von Pr\u00e4sident Donald Trump sorgen f\u00fcr Nervosit\u00e4t an den M\u00e4rkten. &#8222;Die aktuell erh\u00f6hte Volatilit\u00e4t wird sich zun\u00e4chst fortsetzen&#8220;, kommentiert Robert Halver, Marktexperte bei der Baader Bank. Zuletzt erkl\u00e4rte US-Pr\u00e4sident Donald Trump, er werde die Einfuhren europ\u00e4ischer Weine und Spirituosen mit Z\u00f6llen in H\u00f6he von 200 Prozent belegen, wenn die Europ\u00e4ische Union die im n\u00e4chsten Monat in Kraft tretenden Vergeltungsz\u00f6lle auf amerikanischen Whiskey und andere Produkte nicht aufhebe. &#8222;Ich denke, Trump 2.0 ist nicht mit Trump 1.0 zu vergleichen. Dieses Mal scheint der Pr\u00e4sident bereit zu sein, die US-M\u00e4rkte und die Wirtschaft leiden zu lassen, w\u00e4hrend er seine &#8218;America first&#8216;-Ziele umsetzt&#8220;, sagte Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer bei Lombard Odier.<\/p>\n<p>DAX deutlich besser als der Dow<\/p>\n<p>Trotz der Turbulenzen hatten sich europ\u00e4ische Aktien zuletzt j\u00fcngst besser entwickelt als der US-Markt. &#8222;Meine Interpretation ist, dass europ\u00e4ische Aktien gemessen an ihren Gewinnaussichten zu niedrig bewertet wurden. Verantwortlich f\u00fcr die pessimistische Haltung von Anlegern gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Aktien d\u00fcrften politische Unsicherheiten, der Russland-Ukraine-Krieg und strukturelle Standortnachteile sein&#8220;, sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege f\u00fcr Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Der Marktexperte ist der Ansicht, dass diese Unterbewertung die Basis sei f\u00fcr eine Fortsetzung der j\u00fcngsten Outperformance von Europa gegen\u00fcber den USA, wenn bei den genannten Faktoren eine Verbesserung eintrete.<\/p>\n<p>Gro\u00dfhandelpreise mit gr\u00f6\u00dftem Anstieg seit M\u00e4rz 2023<\/p>\n<p>Die deutschen Gro\u00dfh\u00e4ndler haben ihre Preise im Februar so deutlich erh\u00f6ht wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Sie stiegen um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein gr\u00f6\u00dferes Plus gab es zuletzt im M\u00e4rz 2023. Im Januar hatte es einen Anstieg von 0,9 Prozent gegeben und im Dezember ein Mini-Plus von 0,1 Prozent &#8211; das war der erste Anstieg seit mehr als anderthalb Jahren. Der Gro\u00dfhandel gilt als wichtiges Scharnier zwischen Herstellern und Endkunden. Preisver\u00e4nderungen kommen meist verz\u00f6gert und zumindest teilweise auch bei den Verbrauchern an.<\/p>\n<p>Wall Street f\u00e4llt immer weiter zur\u00fcck<\/p>\n<p>Die von der US-Zollpolitik gesch\u00fcrten Konjunktur\u00e4ngste der Anleger lasten derweil weiterhin auf der Wall Street. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich gestern mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 40.813 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&#038;P 500 verlor 1,4 Prozent auf 5.521 Z\u00e4hler, und der technologielastige Nasdaq gab 2,0 Prozent auf 17.303 Stellen nach.<\/p>\n<p>Asiatische B\u00f6rsen auf Erholungskurs<\/p>\n<p>Die asiatischen B\u00f6rsen sind heute zum Ende der Handelswoche gestiegen. Der Leitindex Nikkei 225 schloss 0,7 Prozent h\u00f6her auf 37.053 Punkten. Etwas gebremst wurde die Entwicklung durch den Anleihemarkt. Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit hatten die h\u00f6chste Rendite seit 2008 erreicht. Die chinesischen B\u00f6rsen setzten ihre \u00fcberdurchschnittliche Entwicklung der vergangenen Wochen fort. Die Marktteilnehmer der Deutschen Bank verwiesen auf die Nachricht, wonach es am Montag eine Pressekonferenz mehrerer Ministerien zum Thema St\u00fctzung des Konsums geben soll. Gefragt waren daher Konsumg\u00fcterwerte. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten chinesischen Festlandsaktien zog im sp\u00e4ten Handel um 2,4 Prozent auf 4.006 Punkte an. F\u00fcr den Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong ging es um 2,35 Prozent auf 24.014 Punkte nach oben.<\/p>\n<p>Tesla warnt vor negativen Folgen durch Trump-Z\u00f6lle<\/p>\n<p>Der vom Trump-Vertrauten Elon Musk gef\u00fchrte Elektroauto-Hersteller Tesla warnt die US-Regierung vor m\u00f6glichen negativen Folgen amerikanischer Strafz\u00f6lle f\u00fcr das Unternehmen. Durch fr\u00fchere Zusatzz\u00f6lle seien zum Teil die Kosten von Tesla selbst bei der Produktion in den USA gestiegen, hie\u00df es in einem Brief an den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Da der Tesla-Brief nicht unterschrieben war, ist unklar, wer die Verantwortung in dem Unternehmen daf\u00fcr tr\u00e4gt. Au\u00dferdem seien die Fahrzeuge im Ausland teurer geworden, was ihre Wettbewerbsposition im Markt geschw\u00e4cht habe. Tesla verwies auch darauf, dass US-Unternehmen bei Handelskonflikten schnell von Gegenma\u00dfnahmen anderer L\u00e4nder betroffen seien.<\/p>\n<p>Gewinneinbruch bei BMW<\/p>\n<p>Der Autohersteller BMW muss einen Gewinneinbruch hinnehmen. Nach mehreren Jahren mit au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Ergebnissen sank der Gewinn 2024 um 37 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Grund war vor allem eine &#8222;ged\u00e4mpfte Nachfrage in China&#8220;, dem wichtigsten Markt des Herstellers.<\/p>\n<p>Daimler Truck leidet unter schwacher Konjunktur<\/p>\n<p>Die schwache Konjunktur und eine vor allem in Europa z\u00f6gerliche Nachfrage haben das Ergebnis des Lkw-Herstellers Daimler Truck belastet. Der bereinigte Betriebsgewinn schrumpfte 2024 im Vergleich zum Rekordjahr 2023 um 15 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Unbereinigt betrug das Minus 31 Prozent. Daimler-Chefin Karin Radstr\u00f6m hat ein Sparprogramm aufgelegt, das die j\u00e4hrlichen Kosten allein in Europa bis 2030 um mehr als eine Milliarde Euro dr\u00fccken soll.<\/p>\n<p>Lebensversicherer Swiss Life verdient mehr<\/p>\n<p>Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life hat den Nettogewinn im Jahr 2024 um 13 Prozent auf 1,26 Milliarden Franken gesteigert. Die Dividende solle auf 35 (zuletzt: 33) Franken je Aktie angehoben werden. Die Pr\u00e4mieneinnahmen stiegen dank deutlicher Zuw\u00e4chse vor allem in Frankreich w\u00e4hrungsbereinigt um drei Prozent auf 20,3 Milliarden Franken. Der Ergebnisbeitrag des von Swiss Life forcierten Verm\u00f6gensverwaltungs- und Dienstleistungsgesch\u00e4fts nahm um ein Drittel auf 875 Millionen Franken zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analyse des DAX: Warum der Markt nicht in die Gewinnspur zur\u00fcckfindet Anleger bleiben vorsichtig Die Hoffnung auf eine echte Erholung am Aktienmarkt erf\u00fcllt sich im fr\u00fchen Handel nicht, der DAX f\u00e4llt weiter zur\u00fcck. Auf Wochensicht d\u00fcrfte die Bilanz damit sehr schwach ausfallen. 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